Gesundheit, Wohlbefinden, Motivation und Produktivität stehen in enger Wechselbeziehung zueinander. Gesundheitsmanagement im Betrieb, besonders auch in Bezug auf Ernährung, eröffnet die Chance, mit zufriedenen, motivierten und vor allem leistungsfähigen Mitarbeitern Engagement und Produktivität zu steigern. Immer mehr Ernährungsfachkräfte werden - vor diesem Hintergrund – von Unternehmen auf Betriebliches Gesundheitsmanagement angesprochen und um Unterstützung gebeten. Unfallträger, Krankenkassen und die Bundesregierung unterstützen diese Bestrebungen. Neben den Pflichtaufgaben eines Unternehmens, dem Management für Arbeits- und Gesundheitsschutz und der betrieblichen Wiedereingliederung (verankert in Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz, Geräte- und Produktsicherheitsgesetz sowie in § 84 Abs. 2 SGB IX) übernehmen Betriebe zunehmend „freiwillige“ Aufgaben im Management der Gesundheitsförderung (u.a. § 20a SGB V).

Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement geht es um einen systematisch gesteuerten Ansatz von Organisations- und Personalentwicklung. Unternehmen profitieren zudem seit einigen Jahren davon, dass sie ihren Mitarbeitern über diese Form einkommenssteuerfrei Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Präventionskurse) im Rahmen Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) anbieten können.

Nach Badura/Walter, 2008, siedelt sich Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als „… die Entwicklung betrieblicher Rahmenbedingungen, betrieblicher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation und die Befähigung zum gesundheitsförderlichen Verhalten der Mitarbeiter(innen)innen und Mitarbeiter(innen) zum Ziel hat” an. Sie kommt dem Unternehmen und den Mitarbeiter(innen)n gleichermaßen zugute. Modernes BGM beschäftigt sich also mit

– der Kompetenz des Individuums, Gesundheitspotenziale auszuschöpfen,
der Selbstregulationskompetenz sowie dem
– Erhöhen der „Employability“.
Employability steht für die Beschäftigungsfähigkeit, und diese für die Kernkompetenz des modernen Arbeitnehmers. (Wiese, 2004; Sennett, 2006)[5]

Ich setze mich gerne für Sie ein, z.B. durch Umsetzung von Präventionsmaßnahmen, als Moderatorin beziehungsweise Prozessbegleiterin für:

einen Kontakt zum Betrieb (mit und ohne Unterstützung einer Krankenkasse)
die (Mit)Entwicklung von Konzepten und unterstützenden Maßnahmen
die Unterstützung per Analysen, Befragungen von Mitarbeitern
die Beratung und Begleitung von Arbeits- und Steuerungsgruppen „Gesundheit“
das Moderieren von Gesundheitszirkeln
Führungskräfteschulungen und
eine Evaluation.

[5] Blumenschein B (2014) Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) – was ist das eigentlich. Zukunftsorientiertes Arbeitsfeld für Ernährungsfachkräfte. VFEDaktuell 140: 8-16